20.05.2012
Klappe die dritte: Die Bundeswaldinventur 2011/2012
Der Wald wird gezählt. Sogar schon zum dritten Mal. Die nun laufende dritte Erhebung wird erstmals Aussagen über die Waldentwicklung in Gesamtdeutschland erlauben.

17.02.2012
Wellengang statt Waldesrauschen: Die Zeitschrift „mare“.
Wahlverwandtschaften

And now for something completely different .... und zu einem Lebensraum, der wie der Wald menschliche Kultur, Wirtschaft und Lebensstil zutiefst geprägt hat und noch heute prägt: Dem Meer. Der Laie weiß erstaunlich wenig davon, aber auch der Wissenschaft wird vorgeworfen, die Mondoberfläche sei besser erforscht als die Tiefsee. An fehlendem Interesse kann es nicht liegen. Das beweist die Zeitschrift „mare“ seit 15 Jahren.
So ganz „completely different“ ist das mare-Projekt ja nicht. Weder in seiner Grundabsicht, ein wissenschaftlich und journalistisch eher unterbeleuchtetes Thema ins breite Bewußtsein zu bringen, noch in der Grundidee, daß zunächst Vermittlungsarbeit ansteht, will man für ein größeres und nicht zuletzt auch ökologisches Verständnis sorgen. Da finden wir uns bei echtwald durchaus wieder, wenn auch auf gänzlich andere Art und Weise: einen Echtwald liest man nicht, man erfährt ihn am besten mit allen Sinnen vor Ort. Journalistisches wie dieser blog haben eher den Charakter einer flankierenden Maßnahme.
Aber zurück zu mare. Die Zeitschrift ist nicht auf das marketingmäßige Kalkül eines Großverlags zurückzuführen, sondern auf die Hartnäckigkeit und den Mut des Meeresbiologen Nikolaus Gelpke und einiger Geldgeber, die ihm das Startkapital zur Verfügung stellten. Nicht wenige Fachleute aus der Zeitschriftenbranche prophezeiten denn auch ein baldiges Ende – und sollten sich gründlich irren. Von Anfang an setzte Gelpke auf journalistische Edelfedern, auf welterfahrene Reporter und auf erstklassige Fotografen, für die es bald schon Auszeichnungen regnete. Jüngst ist das 90. Heft erschienen, und noch immer kann man über den Facettenreichtum der immer mit den Ozeanen verbundenen Themen staunen. So geht es diesmal etwa um die juristischen Fallstricke, in die sich ein Bootskapitän begibt, wenn er – dem uralten Gesetz der Seefahrt folgend – Bootsflüchtlinge rettet, es geht um die Taucherlegende Eduard Admetlla, der noch im Alter von 88 Jahren seiner Passion nachgeht und es geht um den gescheiterten Versuch Jack Londons, des Autoren des „Seewolfs“, im selbstkonstruierten Anderthalbmaster die Welt zu umrunden. Die große Reportage – Kernstück jedes Heftes – berichtet vom Blue Hole im Roten Meer, dem gefährlichsten Tauchplatz der Welt.
Die 90 Hefte mare, die seit 1997 erschienen sind, füllen mittlerweile 1,54 m im Bücherregal. Aber mare hat sich längst auch in anderen Medienformen etabliert. Der Verlag publiziert seit 1999 erfolgreich Bücher, seit 2001 gibt es mare-tv im NDR-Fernsehen und seit 2004 strahlt nordwestradio die Sendung mareRadio aus. Und so steuert nun um das Flagschiff Zeitschrift herum eine ganze Flotte von Beibooten auf den 15. Geburtstag des „mare-Projekts“ zu. Vermutlich wird er in Hamburg mit einer Smoergastarta gefeiert. Das ist die schwedische „Brottorte“, die auch als Fischtorte durchgehen kann. Wir gratulieren schon jetzt.
Die Internetseite (hier finden Sie auch die aktuellen Sendetermine von mare-TV und mareRadio): www.mare.de
Ein Rezept für die Smoergastarta finden Sie hier: www.kochbar.de/rezept/27861/Schwedische-Fischtorte-Smoergastarta.html











